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BORDERLINE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNGENDer Begriff der Borderline-Persönlichkeitsstörung stammt ursprünglich von Otto Kernberg, der die Störung im Grenzbereich zwischen der Neurose und der Psychose gesehen hat. Das Konzept konnte den kritischen Stimmen jedoch nicht standhalten. Die Kennzeichen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung sind vor allem die Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild und in den Affekten, welche von einer deutlichen Impulsivität geprägt sind. Die betroffenen Personen bemühen sich verzweifelt, ein drohendes Verlassenwerden zu verhindern. Sie sind gegenüber Einflüssen aus ihrer Umwelt sehr empfindlich und erleben massive Ängste. Sie glauben, dass das Verlassenwerden damit zusammenhängt, dass sie böse sind und tendieren dazu, sich selbst Verletzungen zuzufügen bis hin zu suizidalen Handlungen. Die Beziehungen der betroffenen Personen folgen einem instabilen Verhaltensmuster. Mögliche Bezugspersonen werden zu Beginn idealisiert und innerhalb kürzester Zeit abgewertet. Die Gefühle, die sie anderen Menschen entgegen bringen, schwanken stark und sind dramatischen Änderungen unterworfen. Besonders häufig kommt es zu Zornausbrüchen und sarkastischen Handlungen. Häufig kommt es zu Identitätsstörungen, die von einer instabilen Selbstwahrnehmung und einem instabilen Selbstbild geprägt sind, welches die Betroffenen als böse beschreiben. Manchmal empfinden sie die Beziehungslosigkeit derart, als würden sie nicht existieren. Es folgen Veränderungen von Berufswünschen oder Wertvorstellungen. Persönliche Vorlieben werden ersetzt durch andere. Die Impulsivität der betroffenen Personen äußert sich durch selbstschädigende Aktivitäten, wie zum Beispiel Substanzmissbrauch, risikoreiches Geschlechtsverhalten oder Glücksspiele. Das Selbstverletzungsverhalten der Personen ist besonders ausgeprägt und geht hin bis zu Selbstmorddrohungen und Suizidhandlungen. Erlebnisse einer drohenden Trennung oder Zurückweisung liegen diesem Verhalten häufig zugrunde. Auch in ihrer Affektivität weisen die Betroffenen eine erhöhte Instabilität auf. Diese kann auf einer erhöhten Erregbarkeit oder Angst bis zu schweren depressiven Episoden und Dysphorien reichen, die jedoch nur einige Stunden bis Tage dauern. Es wechseln sich oft dysphorische Verstimmungen mit Phasen der Wut und Angst ab und gipfeln in einem chronischen Gefühl der Leere. Die Kontrolle ihrer Emotionen fällt ihnen schwer. Personen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung fühlen sich leicht gelangweilt und sind stets auf der Suche nach prickelnden Situationen. Durch ihre sarkastische Art werden die betroffenen Personen von ihrer Umgebung oft als zurückweisend, verbittert und verweigernd erlebt. Paranoide Vorstellungen und Depersonalisationssymptome können als Folge belastender Erlebnisse auftreten. zurück zu den Persönlichkeitsstörungen
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