DEPENDENTE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG

Die dependente Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch ein überstarkes Bedürfnis nach Fürsorge und einem daraus resultierenden anklammerndem Verhalten und Trennungsängsten. Die betroffenen Personen glauben ohne die Unterstützung anderer Personen nicht lebensfähig zu sein und haben im Alltag große Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen. Sie verhalten sich meist passiv und übergeben ihrer Umgebung die Verantwortung für ihre Lebensbereiche. An sämtlichen Entscheidungen sind ihnen nahestehende Personen involviert. Häufig kommt es bei jenen Menschen zu einer dependenten Persönlichkeitsstörung, die an einer schweren oder chronischen Krankheit leiden und deren Selbstverantwortlichkeit von den Eltern niemals zugelassen worden ist.

Da sie große Angst vor dem Verlust von Zuneigung und Unterstützung haben, neigen die betroffenen Personen meist dazu, allem zuzustimmen und trauen sich nicht ihre eigene Meinung zu vertreten. Sie zeigen nahezu kein Selbstvertrauen, weshalb sie nur selten eine Aufgabe initiieren und unabhängig von anderen durchführen. Sie glauben, völlig unfähig zu sein und nichts wirklich zu können. Teilweise begeben sich die betroffenen Personen sogar in unangenehme Situationen, nur um die Zuneigung des anderen zu erlangen. Sie gehen Beziehungen ein, nur um sicher zu gehen, dass ihnen die Fürsorge einer anderen Person zuteil wird. Sie zeigen erhebliche Angst vor Trennungen und begeben sich deshalb nahezu um jeden Preis in den Schutz einer anderen Person.

Die berufliche Leistungsfähigkeit kann beeinträchtigt sein und die sozialen Beziehungen sind auf einige wenige Personen beschränkt.

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