SCHIZOIDE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG

Menschen mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung verhalten sich sozialen Beziehungen gegenüber sehr zurückhaltend und sind in der Bandbreite ihres Gefühlsausdrucks in zwischenmenschlichen Situationen eingeschränkt. Sie scheinen aus möglichen Beziehungen zu anderen Menschen keine Befriedigung zu ziehen und wirken dem gegenüber gleichgültig. Die betroffenen Personen gelten als Einzelgänger, da sie ihre Zeit lieber alleine als in Gesellschaft verbringen. Sie zeigen wenig Freude an sinnlichen, körperlichen und zwischenmenschlichen Kontakten, so wie wenig Interesse an sexuellen Aktivitäten. In ihrem sozialen Umfeld befinden sich nur wenige bis gar keine engen Freunde. Was andere über sie denken, scheint ihnen gleichgültig zu sein. Die emotionale Reaktivität der Betroffenen ist vermindert und wirkt starr. Die Patienten selbst beschreiben einen eingeengten Affekt, wonach sie Schwierigkeiten haben, Gefühle jeglicher Art zu empfinden und zum Ausdruck zu bringen.

Weiters sind die betroffenen Personen dann beeinträchtigt, wenn sie auf wichtige Lebensereignisse entsprechend reagieren sollen. Sie zeigen und erleben einen deutlichen Mangel an sozialen Fertigkeiten. Aufgrund des geringen Interesses an sozialen Beziehungen ist auch häufig der berufliche Bereich in Mitleidenschaft gezogen.

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