SCHIZOTYPISCHE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNGEN

Das Konzept der schizotypischen Persönlichkeitsstörung entstand aufgrund der Ergebnisse dänischer Untersuchungen, in denen festgestellt wurde, dass Kinder von Eltern mit einer Schizophrenie entweder selbst eine Schizophrenie oder eine der Schizophrenie ähnliche Störung entwickelten, welche dann als schizotypische Persönlichkeitsstörungen aufgefasst wurde.

Der schizotypischen Persönlichkeitsstörung liegen tiefgreifende soziale und zwischenmenschliche Defizite zugrunde, die sich in einem massiven Unbehagen und einer Unfähigkeit menschlichen Beziehungen gegenüber äußern. Die Wahrnehmung der Betroffenen und die kognitiven Fertigkeiten sind stark beeinträchtigt, das Verhalten der Personen ist eigentümlich und bizarr.

Besonders häufig treten im Rahmen einer schizotypischen Persönlichkeitsstörung Beziehungsideen auf. Die Personen sind davon überzeugt, dass völlig zufällige Ereignisse oder Vorkommnisse in einer besonderen Beziehung zu ihnen stehen und für sie eine bestimmte Bedeutung haben. Menschen, die an einer schizotypischen Persönlichkeitsstörung leiden, neigen zu "magischem Denken". Sie glauben bestimmte übernatürliche Kräfte zu besitzen oder die Gedanken anderer Menschen lesen oder beeinflussen zu können, was auch zu Veränderungen der Wahrnehmung führen kann. Der sprachliche Ausdruck der betroffenen Personen weist etliche Besonderheiten auf, wie zum Beispiel weitschweifige und vage Auflockerungen, wobei der Ductus kohärent bleibt.

Als weitere Kriterien werden paranoide Vorstellungen beschrieben, die zu einem vermehrten Misstrauen der Personen gegenüber ihrer Umwelt führen. Zusätzlich stehen ihnen keine entsprechenden sozialen Fertigkeiten und Kommunikationsformen zur Verfügung, weshalb die Betroffenen kaum zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen.

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