ZWANGHAFTE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG

Personen, die unter einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung leiden, beschäftigen sich übermäßig stark mit der Ordnung und Perfektion von Handlungen und Situationen und versuchen demnach, Kontrolle über ihre Umgebung zu erlangen. Um dieses Kontrollbedürfnis zu befriedigen, klammern sie sich an Regeln und Formalismen und verlieren darüber die eigentliche Aktivität aus den Augen. Die betroffenen Personen neigen weiters zu übertriebener Sorgsamkeit und legen auf winzigste Details unverhältnismäßig viel Wert. Die selbst auferlegten hohen Leistungsansprüche und der Perfektionismus verursachen bei den Betroffenen oft beträchtliches Leid. Aufgrund der Zersplitterung in viele Details gelangen sie nie an das Ende einer Gesamtheit.

Da sich diese Menschen hauptsächlich ihrer Arbeit widmen, kommen Freundschaften und Freizeitaktivitäten meist zu kurz. Wenn sie sich doch dafür Zeit nehmen, läuft alles in einer organisierten Form ab und stellen auch hier die perfekte Leistung in den Vordergrund. Auch hinsichtlich Moral und Wertvorstellungen verhalten sich die betroffenen Personen äußerst unflexibel und rigide. Allgemein gültige Prinzipien sind strikt einzuhalten. Selbst gemachte Fehler werden als schwerste Vergehen empfunden und erbarmungslos verurteilt.

Sie können sich von Dingen nicht trennen, die sich in ihrem Besitz befinden, auch wenn diese keinerlei emotionale Wertigkeit besitzen. Von ihrer Umgebung werden sie deshalb als geizig beschrieben. Besonders in der Zusammenarbeit mit anderen kommt es häufig zu Konflikten, da Personen mit einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung sämtliche Aufgaben alleine und nach einem sturen Muster bearbeiten wollen. Keiner kann es ihnen recht machen. Da sie ständig nur ihre eigenen und ihrer Meinung nach einzig richtigen Weg vor Augen haben, kommen sie nicht auf die Idee, die Sichtweisen der anderen zu berücksichtigen, wodurch das Umfeld dieser Personen zunehmend frustrierend reagiert und sich zurückzieht.

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