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IDEALISMUSDer Idealismus geht davon aus, dass Gegenstände nur so lange existieren, solange sie wahrgenommen werden. Nicht die Außenwelt, sondern nur Bewusstseinsinhalte sind uns unmittelbar gegeben. Idealisten folgern daraus, dass wirklich im strengen Sinn nur Bewusstseinsinhalte sind und nicht Dinge. Freilich: Niemand zweifelt daran, dass die Sonne da ist, ob sie jemand anschaut oder nicht, ob er also für jemanden einen Bewusstseinsinhalt darstellt oder nicht. Um dieser Alltagsüberzeugung gerecht zu werden nehmen die idealistischen Philosophen an, dass ein höchstes Wesen, Gott, der Grund für die Ordnung der Bewusstseinsinhalte ist. Dass etwas wirklich ist, bedeutet dann letztlich, dass es im Bewusstsein des höchsten Wesens ist. Eine Version des Idealismus behauptet, dass die menschliche Erkenntnis nur von Gegenständen handeln kann, die durch die Erkenntnisfähigkeit oder die Sprache des Menschen konstituiert sind. Eine andere Version behauptet, dass das erkennende Subjekt nur imstande ist, seine eigenen mentalen Erfahrungen zu erkennen. George Berkeley (1685-1753) ging sogar so weit, die Existenz einer materiellen Außenwelt überhaupt zu leugnen. "Esse est percipi" ("Sein heißt wahrgenommen werden" - im Bewusstsein Gottes), lautet seine berühmte Überzeugung. Ein wichtiger Einwand gegen den Idealismus ist, dass er zu Sollipsismus führt, also zu der Auffassung, dass das einzige, was existiert, mein Geist ist. Alles andere ist eine Schöpfung meines Bewusstseins. zurück zur "Wirklichkeit" |