PHOBIEN ] GENERALISIERTE ANGSTSTÖRUNGEN ] PANIKSTÖRUNGEN ] ZWANGSSTÖRUNGEN ]

ANGSTSTÖRUNGEN

Angststörungen sind die häufigsten psychischen Störungen im Erwachsenenalter. Neben dem Vorhandensein von Angst sind Menschen mit derartigen Störungen vor allem durch starke körperliche Symptome beeinträchtigt, wodurch es zu einer Verzerrung der Informationsverarbeitung in Bezug auf die gefürchteten Situationen kommt.

Freud sprach in diesem Zusammenhang von der (Angst-) Neurose, bei der die Abwehrmechanismen einer Person die intensive Angst, die unbewusste Konflikte erzeugt, nicht verhindern oder vermindern können. Daraus entstehen unterschiedliche Dysfunktionen von Angst. Seit der Anwendung des DSM-IV spricht man von Angststörungen. In den Klassifikationssystemen wird nicht mehr Bezug auf mögliche Ursachen genommen, sondern es werden Symptome der Störungen anhand von Diagnosekriterien beschrieben.

  • Als Phobien werden jene Zustände der Angst bezeichnet, in denen Menschen an einer nachhaltigen und unvernünftigen Furcht vor bestimmten Objekten, Tätigkeiten oder Situationen leiden.
  • Die generalisierte Angststörung ist durch allgemeine und anhaltende Angstgefühle gekennzeichnet, die nicht auf spezifische Gegenstände oder Situationen zurückzuführen sind.
  • Im Rahmen einer Panikstörung erleben die betroffenen Personen immer wiederkehrende Attacken intensiver Angst.
  • Menschen mit Zwangsstörungen leiden unter unerwünschten und stets wiederkehrenden Gedanken (Zwangshandlungen) der Personen führen können.
  • Schließlich kann ein traumatisches Ereignis zu einer akuten Belastungsreaktion führen bzw. eine posttraumatische Belastungsstörung hervorrufen.

Im ICD-10 sind die Angststörungen im Kapitel "F4 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen" enthalten.